Kleine Spielerei: Aus jedem Foto ein Skizzen-Porträt

Nicht jeder Prompt muss produktiv sein. Manchmal reicht ein Foto und zwei Minuten Wartezeit, um zu sehen, was ein Bildgenerator aus einem Menschen macht, wenn man ihn wie einen Illustrator brieft.

Getestet mit ChatGPT, funktioniert aber vermutlich in jedem aktuellen Bildgenerator, der ein Referenzfoto annimmt.

Prompt
Draw the attached photo as a hand-drawn portrait concept sketch.
STYLE: loose ink linework with watercolour or marker colour washes — the kind of sketch a painter draws on a presentation board. NOT photorealistic, NOT a 3D render, NOT digital-clean.
Leave generous white space/paper margin around the portrait, as if it's a single page pulled straight from a designer's sketchbook — the drawing shouldn't fill the frame edge to edge.
Let mood lead: decide what someone should FEEL seeing this person. Let that feeling set the light, the colour temperature, and where the eye lands first.
No text, labels, or logos anywhere in the image.
Composed in a 3:4 portrait aspect ratio.

Was den Prompt interessant macht, ist nicht die Stil-Beschreibung allein – lose Tuschelinien, Aquarell-Lavuren, Skizzenbuch-Optik lässt sich googeln. Interessant ist die Zeile „Let mood lead“. Statt eine Emotion vorzugeben, wird das Modell gebeten, selbst zu entscheiden, welches Gefühl das Foto transportieren soll, und Licht, Farbtemperatur und Bildaufbau daran auszurichten. Das Ergebnis wirkt dadurch weniger wie ein Filter über einem Foto und mehr wie eine eigene Interpretation.

Ein Nachmittagskaffee-Experiment, kein Workflow. Aber ein gutes Beispiel dafür, dass Bild-Prompts genauso von einer klaren Absicht profitieren wie Text-Prompts – auch wenn die Absicht hier nur lautet: ein schönes Bild von jemandem machen.

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